Expedition Bottnischer Meerbusen und Ostsee

Vom 4. bis 16. Juni 2023
von Helsinki nach Hamburg an Bord der Silver Wind

Die sinnliche Bezeichnung «Bottnischer Meerbusen» steht für eine besonders schutzwürdige Region der nördlichen Ostsee, die sich zwischen Finnland und Schweden erstreckt. An der engsten Stelle liegen diese beiden Länder nur 50 bis 70 Kilometer auseinander. Die Schäreninseln im Kvarken zählen mit den Höga Kusten zum UNESCO-Welterbe. In dieser landschaftlich reizvollen Inselwelt brüten zahlreiche Vögel und gedeihen seltene Pflanzen; hier lässt sich auch das Phänomen der Landhebung infolge der Eiszeit bestaunen. Rauma begeistert als pittoreske Stadt mit Holzbauten und filigranem Klöppel-Handwerk. Oulu bei Nacht öffnet seltene Blicke auf sieben Eulenarten, sofern der Gast ein Nachschwärmer ist. Wanderungen und Touren mit dem Zodiac führen durch entlegene Inselwelten, und bringen Tierbeobachtungen näher. Die Fahrt durch den 96 Kilometer langen Kiel Kanal (Nord-Ostsee-Kanal) ist eine spektakuläre Abkürzung durch Nordeuropa und das Finale dieser erstmaligen Reiseroute von Silversea.

Ihre Reise im Überblick

  • Reisedatum: 4. – 16.6.2023
  • 13 Tage ab/bis Zürich
  • Raumas zauberhafte Holzarchitektur 
  • Eulen- und Vogelbeobachtungen auf Wanderungen
  • Postglaziale Geologie auf Valsörarna
  • Passage des Kiel Kanals
  • Erstklassiges Schiff mit All inclusive an Bord
  • Ihre Reiseleitung: Edith Gobbi

Inklusivleistungen

  • Linienflüge mit Finnair Zürich-Helsinki und mit Swiss Hamburg-Zürich in Economy-Class inkl. Taxen, 23 kg Gepäck
  • alle erforderlichen Transfers
  • 12 Nächte an Bord der Silver Wind in der gewählten Suitenkategorie, Vollpension, alle Getränke einschliesslich erlesener Weine und Spirituosen, Minibar, WLAN, Butlerservice, 
    Crew Trinkgelder, Hafentaxen
  • Vorträge mit englischsprachigem Expertenteam, deutschsprachiger Lektor
  • Landausflüge mit deutschsprachiger Übersetzung
  • myclimate» CO2 Kompensation im Wert
    von CHF 331.–
  • Kuoni Cruises Reiseleitung ab/bis Schweiz
  • Informationsveranstaltung vor der Reise

Ihr Schiff - Silver Wind*****

Die Silver Wind wurde 2018 und 2021 umfangreich modernisiert und zählt zu den komfortabelsten Expeditionsschiffen der Silversea-Flotte. Sie reisen mit bestem Komfort in grossen Suiten. Die hervorragende Küche, die erlesene Auswahl an Getränken und der persönliche Service (inkl. Butlerservice) runden den Aufenthalt perfekt ab. Die exklusiven Ausflüge von Silversea werden von einem erfahrenen englischsprachigen Expertenteam begleitet, das sein Wissen an Bord und an Land vermittelt.

Ausstattung: Hauptrestaurant, Buffetrestaurant, 2 Spezialitätenrestaurants, Grill, Observation Lounge, Panorama Lounge mit Bar, Humidor, Bibliothek, Theater, Boutique. Wäscheservice.

Sport & Wellness: Pool, 2 Whirlpools, Fitnesscenter, Spa und Kosmetiksalon.

Unterkunft: Die geräumigen Suiten verfügen ein Marmorbad mit Dusche/WC, Föhn, Bademantel-/Slippers; Klimaanlage, Telefon, TV mit interaktivem Filmprogramm, individuell bestückte Minibar, Champagner auf Wunsch, Butlerservice. WLAN, 24-Std. Suitenservice.

Technische Daten: Länge: 157 m, Breite: 21.5 m, BRZ 17 400, Decks: 7, Passagiere: 274, Crew: 239, Bordsprache: Englisch, deutsch sprachiger Lektor, Bordwährung: US-Dollar.
Baujahr: 1995/Renovierung: 2021

Reiseverlauf

1. TAG: ZÜRICH – HELSINKI
Am Vormittag Flug mit Finnair von Zürich nach Helsinki. Die Hauptstadt Finnlands erstreckt
sich über 300 Inseln und Schären im Finnischen Meerbusen. Das Zentrum ist bekannt für herausragendes Design und Kreativität, das sich in den Strassen und Parks widerspiegelt.
Der helle Granitton der Gebäude verleihen der Stadt ein weiss getünchtes Aussehen, und die Kathedrale bildet mit ihren perlweiss glänzenden Kuppeln die kunstvolle Krönung oberhalb der Uferpromenade. Am Nachmittag Transfer zum Hafen und Einschiffung auf die Silver Wind. Leinen los um 22 Uhr.

2. TAG: ULKO ISLAND/FINNLAND
Die Insel Ulko-Tammio liegt im Nationalpark Östlicher Finnischer Meerbusen, und beeindruckt mit ihrer Ursprünglichkeit. Während des Zweiten Weltkriegs diente sie als militärischer Aussenposten, um Finnland gegen Russland zu verteidigen. Einige Schauplätze aus der Kriegszeit sind noch zu sehen, darunter Kanonenfundamente, Schützengräben und ein Bunkertunnel. Ulko wähnt sich als wichtiger Zwischenstopp während der Frühlingswanderung der arktischen Brutvogel. Sommergäste können sich an den brütenden Schwarzrückenmöwen, der Küstenseeschwalben, den Tordalken und den Schwarzen Guillemots erfreuen. Letzterer ist mit seinem auffälligen schwarz-weissen Gefieder und den knallroten Füssen auch das Wahrzeichen
des Nationalparks. Vom Vogelbeobachtungsturm in der Mitte der Insel kann das Auge entlang der rotbraunen Felsküste folgen, und sich in der wohligen Aussicht auf knorrige Kiefernwälder, Laubbaumgruppen und farbenfrohe Wildblumenwiesen entspannen. Dieses Mosaik von Lebensräumen ist nicht nur schön für das Auge, es lässt sich auch während einer Wanderung
mit dem Expeditionsteam erkunden. Aufenthalt: 12.30–18.30 Uhr.

3. TAG: ÖRÖ ISLAND/FINNLAND
Die Insel Örö ist eine von Tausenden, die den Archipelago-Nationalpark vor der Südwestspitze Finnlands bilden. Ihre Lage machte sie einst zu einem strategischen Militärposten, und war deshalb etwa hundert Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt. Erst seit 2015 erhalten die Besucher Zutritt, um die Insel zu erkunden und etwas über die einzigartige Militärgeschichte erfahren.
Ein Rundweg im Süden führt den Besucher zurück in eine Zeit, als riesige Obukovski-Kanonen bedrohlich in die Ostsee ragten und bereit waren, jeden möglichen Eindringling zu beschiessen. Diese Anlagen bildeten einen Teil der Seeverteidigung von St. Petersburg, der damaligen Hauptstadt des zaristischen Russlands. Viele dieser Verteidigungsanlagen wurden durch Zwangsarbeit unter harten Bedingungen und zum Untergang der Arbeiter errichtet, was der Geschichte der Insel eine unheimliche Atmosphäre verleiht. In einer der Kasernen ist ein Museum der russischen und späteren finnischen Verteidigung zu sehen. Der nördliche Weg konzentriert sich auf die Natur und schlängelt sich durch hübsche Küstenwiesen und Waldlebensräume. Auch hier stoppen im Frühling die nordwärts ziehenden Vögel, während im Sommer die Wiesen voller blühender Pflanzen und Schmetterlinge sind. Aufgrund ihrer Lage gedeihen hier Pflanzenarten, die auf dem Festland selten anzutreffen sind. Dieser Lebensraum beherbergt Vögel wie den Gelbspötter, die Sperbergrasmücke als auch der Goldene Schmetterling und den Roten Apollo. Aufenthalt: 8–18.00 Uhr.

4. TAG: RAUMA/FINNLAND
Die kopfsteingepflasterten Strassen sind flankiert von bemalten Holzhütten und überquellenden Blumenkästen. Die hübsche Küstenstadt mag ein wenig kitschig erscheinen, aber sobald Sie sich von der zauberhaften Magie der alten Welt verzaubern lassen, werden Sie sich in sie verlieben. Rauma hat das glückliche Etikett, die grösste einheitliche Holzstadt in den nordischen Ländern zu sein, und trägt das Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe. Die drittälteste Stadt Finnlands ist 580 Jahre alt. Und doch sind die über fünf Jahrhundert alte Geschichte nicht das Juwel von Raumas Krone, sondern das Klöppelfest, das jeden Sommer stattfindet. Bei den Klöppelwettkämpfen der ansässigen Meister buhlt man um Geschwindigkeit und Präzision. Aus historischen Quellen geht hervor, dass die Klöppelspitze in Rauma bis in die 1740er Jahre zurückreicht.

Ihre Tour startet mit einem Naturspaziergang durch den finnischen Wald zu den Grabhügeln von Sammallahdenmäki. Die Stätte veranschaulicht die religiösen Bestattungstraditionen der Menschen, die während der skandinavischen Bronzezeit (1500-50 v. Chr.) in Westfinnland lebten. In Alt-Rauma sind die am besten erhaltenen historischen Holzhäuser in Nordeuropa zu bewundern. Sie erfahren Wissenswertes über die herausragenden Beispiele alter nordischer Architektur und des Städtebaus. Besuchen Sie die Kirche des Heiligen Kreuzes, die im
15. Jahrhundert um ein Franziskanerkloster herum erbaut wurde. Erkunden Sie das historische Viertel, das immer noch voller Aktivitäten des täglichen Lebens im Stil des 21. Jahrhunderts ist. Aufenthalt: 7.30–12.30 Uhr.

5. TAG: KALAJOKI/FINNLAND
Die ehemalige Kontrollstelle der Holzteerindustrie hat sich in jüngster Zeit zu einem beliebten Badeort entwickelt. Die langen Tage des arktischen Sommers verleihen der Stadt eine Ferien-
atmosphäre, wo Strandgänger sich sonnen und Wassersportarten ausüben. Kalajoki hat Kultur-
interessierten viel zu bieten mit Museen zur lokalen Geschichte und traditionellen Fischerei
sowie der gut erhaltenen Altstadt von Plasi. Hier versetzen urige Holzhäuser in die Zeit der lebhaften und farbenfrohen Markttage, als die Luft noch von den Rufen der Verkäufer und kreischender Kinder erfüllt war. Um mehr über die Sägewerksindustrie der Region zu erfahren, ist ein Besuch des Havula-Museums ein Muss. Diese Jugendstilvilla war das ehemalige Wohnhaus eines Sägewerksmagnaten und enthält antike Möbel sowie Originalkunstwerke. Für Naturliebhaber bietet Kalajoki viele Wanderwege durch die Birken- und Fichtenwälder. Der Rahja-Archipel zieht die Aufmerksamkeit der Vogelbeobachter auf sich wegen der Küstenseeschwalbe, des Steinwälzers und Flussregenpfeifers, die die Strände als Nistplätze nutzen. Aufenthalt: 7.30–17.00 Uhr.

6. TAG: OULU/FINNLAND
Oulu ist nicht nur das Tor zur einzigartigen Natur des Nordens; die Stadt beherbergt auch moderne Unternehmen und Technologien. Ein hervorragendes Netz aus Radwegen beschert eifrigen Radfahrern schnelle und sichere Verbindungswege zwischen der Natur, den Stadtparks und der Innenstadt mit hervorragenden Cafés und Boutiquen. Die Natur liegt im Fokus eines fünfstündigen Nachtabenteuers mit einer geführte Eulenbeobachtungstour. Sehen Sie in nur dieser einen Nacht einige oder alle der sieben Eulenarten der Region sowie andere nachtaktive Tiere.
In diesem Gebiet tummeln sich auch Spechte und Rauhühner. Sie geniessen eine moderate Wanderung durch ruhige Waldgebiete, und halten ihr Fernglas bereit für die scharfe Beobachtung. Mit einem heissen Getränk und Snacks wärmen Sie sich am offenen Feuer auf, bevor Ihre Tour endet und Sie zum Schiff zurückkehren. Aufenthalt: 1.30–13 Uhr.


7. TAG: VAASA & VALSÖRARNA/FINNLAND
Vaasa liegt nur 50 Seemeilen von Schwedens Küste entfernt; es erstaunt daher nicht, dass ein Viertel der Bevölkerung als Muttersprache Schwedisch spricht. Mit drei Universitäten, Kunst und Museen mit erstaunlichen Exponaten fühlt sich Vaasa immer energiegeladen an. Die Überreste
der Altstadt sind die Ruinen aufgrund einer Inkarnation. 1852 stand Vaasa in Flammen, weil ein schläfriger Händler versehentlich seine Pfeile fallen liess und dabei Heu entzündete. Die Stadt wurde weitgehend zerstört und musste in kurzer Entfernung von Grund auf neu gebaut werden. Ein Rundgang durch das Museum Old Vaasa informiert über die ehemalige Siedlung. Statten Sie auch der Korsholm-Kirche einen Besuch ab; sie wurde aus einem Gerichtsgebäude umgebaut, um die ausgebrannte Kirche der Stadt zu ersetzen. Das Observatorium von Meteoria in Söderfjärden steht im Zentrum eines riesigen Kraters, der sich vor 520 Millionen Jahren gebildet hat, als ein kolossaler Meteorit das Gebiet traf. Die Grösse der Einschlagzone ist unglaublich und wird von einer vielfältigen Vogelwelt bevölkert. Wer innovative Kunst mag, besucht das Kuntsi Museum
of Modern Art. Aufenthalt: 7–12 Uhr.

Valsörarna ist ein felsiger Inselarchipel und liegt im engsten Teil des Bottnischen Meerbusens 
25 Kilometer von der schwedischen Küste entfernt. Früher führte hier der schnellste Postweg zwischen Finnland und Schweden über das winterliche Meereis. Geschützte Buchten ermöglichen den Zugang zu einer Landschaft aus Fels- und Geröllmoränen, durchsetzt von Feuchtgebieten, Küstenwiesen und kleinen Wäldern, die von Birken, Erlen, Fichten und Wacholder dominiert werden. Dieses UNESCO-Weltnaturerbe ist aufgrund seiner postglazialen Geologie anerkannt. Bemerkenswert ist die isostatische Hebung, bei der die Erdoberfläche im Laufe der Zeit ansteigt, nachdem sie während der letzten Eiszeit durch das Gewicht der Eisschilde gedrückt wurde. Die Geologen sagen vorher, dass eine Landbrücke die beiden Länder innerhalb von 2500 Jahren verbinden wird. Der Archipel wird von 80 Vogelarten zum Brüten genutzt, darunter der Schwarze Guillemot, der Tordalk und die Küstenseeschwalbe. Auch wandernde Vogelarten sind zu entdecken; mittlerweilen sind 273 Arten registriert was zeigt, wie wertvoll die Inseln sind. Entdecken Sie den spektakulären Kvarken-Archipel auf einer Wanderung oder Zodiactour. Aufenthalt: 16–20 Uhr.

8. TAG: ORNSKOLDSVIK & GNÄGGEN/SCHWEDEN
Örnsköldsvik liegt an einer von Schären umschlossenen Bucht am Bottnischen Meerbusen, umgeben von Bergen und Wäldern. Die Wirtschaft hängt hauptsächlich von der Papierindustrie ab. Sie profitiert vom Naturhafen, der 11 Monate im Jahr eisfrei bleibt. Im Stadtzentrum laden Geschäfte, Restaurants und Cafés zum Entdecken und gemütlichem Verweilen ein. Die schwedische Küche ist in der Regel herzhaft. Fermentierter Hering ist die Spezialität dieser Region; ein berühmt-berüchtigter Stinkefisch namens Surströmming. Die weltberühmte Keramik des Töpfers Hans Hedberg ist im gleichnamigen Museum zu bewundern. Der Stadtpark ist eine kleine Oase,
wo der in Granit geschnitzte Adler von Bruno Liljefors über die Idylle wacht. Als dramatisches Küstengebiet entpuppt sich Höga Kusten. Schwedens Steilküste ist ein UNESCO-Weltnaturerbe
und lädt zur Entdeckungstour in einer facettenreichen Landschaft ein. Aufenthalt: 7.30–12 Uhr.

Gnäggen ragt kaum aus dem Wasser heraus, abgesehen von einzenen Weiden, Ebereschen und Espen, die aus den Felsspalten herauswachsen. Dieser Doleritfleck liegt wenige Kilometer von der schwedischen Küste entfernt und wurde durch die Einwirkung von Eisschilden während der letzten Eiszeit geglättet. Wie weitere Landformen dieser Region prallt auch sie nach oben, seit das grosse Gewicht des Eises weggeschmolzen ist. Die faszinierende Geologie kann jedoch leicht übersehen werden, da die Insel vor allem als Vogelschutzgebiet bekannt ist. In den Buchten hallt ein wenig melodisches Geschrei der Alken. Diese stämmigen Vögel werden als «Pinguine des Nordens» bezeichnet; sie haben zwar ihre Flugfähigkeit behalten, wenn auch auf schwerfällige Weise. Bei der Erkundungstour der Küsten werden Ihre Blicke auf Felsvorsprünge fallen, die mit unordentlichen Guano- und Algennestern von Grossen Kormoranen überfüllt sind. Ein hohes Quietschen dringt aus den tiefen Spalten, wo die schönen Schwarzen Guillemots zuhause sind. Solche Seevogelschätze ziehen natürlich auch Piraten an. Auf markanten Felsen tummeln sich der sperrige Hering und die Grosse Schwarzrückenmöwe. Mit ihren durchdringenden, intensiven Augen und beeindruckenden Schnäbeln wird jedes unbeaufsichtigte Ei oder Küken gnadenlos erledigt. Entlang der Höga Kusten kann die Natur rau sein… Aufenthalt ab 16 Uhr.

9. TAG: GOTSA ISLAND/SCHWEDEN
Schwedens Antwort auf ein tropisches Inselparadies gesäumt von kilometerlangen Sandstränden und dichten Wäldern heisst Gotsa Sandön. Diese unbewohnte Ostseeinsel betört als Nationalpark fernab des modernen Alltags. Zahlreiche Wanderwege enthüllen die Schönheit des Pinienwalds, und diese liegt im Detail: das filigrane Muster des Warnwedels, die perfekten Formen der Moose sowie die reiche Ansammlung von Käferarten. Schauen Sie genau hin und schweifen Sie mit dem Blick nach oben auf die Vogelwelt, die sich im dichten Blätterdach oder in den Lichtungen und Waldrändern aufhalten. Am Teich Kapellänget sind mit etwas Glück Schwärme von Papagei Kreuzschnabel entdecken, dessen überlappende Schnabelspitzen sich an das Fressen von Tannenzapfen angepasst hat. Vogelgezwitscher beschallt den Wald. Hier tummeln sich der gelbe Singvogel Pirol, der schwer fassbare Pirol, über den getarnten Schwirlverwandten bis hin zum Eurasischen Hobby, einem kleinen Greifvogel, der geschickt durch die Äste manövriert.  An den Ufern von Säludden sind Kegelrobben beim Sonnenbaden auf dem Felsen; Seeschwalben, Möwen und Austernfischer beleben die Küste ebenso wie Eiderentenfamilien, die auf den sanften Wellen schaukeln und sich einlullen. Aufenthalt: 13–19.30 Uhr.

10. TAG: KURESSAARE/ESTLAND
Kuressaare ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Insel Saaremaa und das authentische Estland zu erleben. Die regionaltypische Architektur ist eine Mischung aus nordischen und germanischen Stilen, an deren Fassaden quadratische Fenster eingebaut sind, und die steilen Dächer mit roten Ziegelsteinen leuchten. Die Restaurants an kopfsteingepflasterten Plätzen versprühen eine einladende Atmosphäre um die lokale Küche zu probieren. Die direkt am Wasser gelegene mittelalterliche Bischofsburg ist eine der am besten erhaltenen Burgen im Baltikum. Das imposante Bauwerk aus Dolomitblöcken und der fünfstöckige Turm sind mit dem Wasser gefüllten Burggraben eine Augenweide. Die Burg beherbergt ein Museum zur Inselgeschichte von Saaremaa. Der Nationalpark Vilsandi ist für seine vielfältige Fauna und Flora bekannt. Auf dem weitflächigen Wacholderbewuchs können Orchideen, Fossilien und versteinerte Korallen entdeckt und Vögel beobachtet werden. Vor ca. 7500 Jahren fand ein Meteoriteneinschlag statt, der auf das bereits besiedelte Saaremaa eine so grosse Zerstörung anrichtete, dass es mit der Explosion einer kleinen Atombombe verglichen wurde. Der Meteorit zerschellte in 5 bis 10 Kilometer Höhe und regnete Stücke auf die Erde herab. Das grösste Stück verursachte einen Krater von 110 m Durchmesser und liegt in einem kleinen Wald. Das Kaali Meteoritenkraterfeld ist das seltenste Naturdenkmal Estlands und gleichzeitig das eindrucksvollste Kraterfeld in Eurasien. Aufenthalt: 8–17.30 Uhr.

11. TAG: CHRISTIANSØ ISLAND/DÄNEMARK
Diese östlichste Insel liegt weit in der Ostsee, und birgt wegen ihrer Abgeschiedenheit eine wechselvolle Geschichte: zuerst als Piratenhafen, später als Festung und Gefängnis. Die starken Granitbollwerke wurden 1684 zu einem dänischen Marinestützpunkt umgebaut, und bildeten die erste Verteidigungslinie. Beim Anblick des Bauwerks ist der Gedanke an ein Gefängnis nicht abwegig; tatsächlich wurden auf der angrenzenden Insel Frederiksø im 19. Jahrhundert politische Gefangene gehalten. Im kleinen Turm und auf dem Cholera-Friedhof erfahren Sie mehr über diese vergangenen Zeiten. Beim Spaziergang durch Christiansø lohnt sich ein Besuch der Galerie Palivaren. Es ist Dänemarks kleinster Ausstellungsort für Kunst, die die Erbseninseln zum Motiv hat. Der kleine Holzschuppen stand ursprünglich am Ende des Stegs auf der Insel Frederiksø. Wenn an Land wollte, musste man zunächst ins Palivar, ein Gesprächszimmer, in dem der Festungsarzt die Besucher auf ansteckende Krankheiten kontrollierte. Ihr Besuch gestaltet sich mit der Erkundung auf eigene Faust und einer geführten Wanderung. Sie hören lokale Musik und Information zum Alltag der 90 Menschen, die hier leben. Aufenthalt: 16–22.30 Uhr

12. TAG: KIEL KANAL/DEUTSCHAND
Er zählt zu den grössten Kanälen der Welt. Der 96 km lange Kiel Kanal, auch Nord-Ostsee-Kanal genannt, ist eine spektakuläre Abkürzung durch Nordeuropa. Er wurde 1895 nach achtjähriger Bauzeit eröffnet und seitdem zweimal modernisiert, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Wasserstrasse verbindet die Nordsee mit der Ostsee und verschont die Schiffe von einer beschwerlichen 450 Kilometer langen Reise entlang der manchmal herausfordernden Gewässer der dänischen Halbinsel. Schiffe, von Sportyachten bis zu riesigen Tankern kreuzen auf der sanft geschwungenen künstlichen Wasserstrasse, die von waldgrünen Feldern und aufragenden Brücken gesäumt wird. Riesige Schleusen heben und senken den Wasserspiegel an den Eingängen, und die gemächliche Fahrt dauert ca. 8 Stunden. Die spektakuläre Rendsburger Hochbrücke überspannt den breiten Kanal. Er verfügt über eine hängende Gondel, die Personen und Fahrzeuge von einer Uferseite zur anderen schwingen kann. In jüngerer Zeit kam der dramatische Torbogen der Levensauer Hochbrücke hinzu. Passage ab ca. 15.30 Uhr.

13. TAG: HAMBURG – ZÜRICH
Ankunft um 7 Uhr. Frühstück an Bord und anschliessend Ausschiffung. Kleine Stadtrundfahrt in Hamburg und Transfer zum Flughafen. Am Nachmittag Rückflug mit Swiss in die Schweiz.

Preis pro Person in CHF

Kabinenkategorie Doppelbelegung Einzelbelegung
Vista Suite, Deck 4 10 950.– 18 950.–
Classic Veranda Suite, Deck 5-7 12 150.– 21 250.–
Deluxe Veranda Suite, Deck 5-7 13 450.– 23 950.–
     

Bitte beachten Sie

NICHT INBEGRIFFENE LEISTUNGEN
Zuschlag für das Spezialitätenrestaurant La Dame, Getränke von der gesonderten Bar-/Weinkarte. Gesundheitstest, Versicherung. Service-Honorar CHF 100.– pro Auftrag.

EINREISEFORMALITÄTEN UND GESUNDHEITSBESTIMMUNGEN
Schweizer Bürger benötigen einen maschinenlesbaren oder biometrischen Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Für diese Reise ist eine vollständige COVID-19 Impfung bzw. Auffrischungsimpfung 9 Monate nach der 2. Impfung
sowie ein PCR-Test (48 Std. vor der Einreise) notwendig. Stand: März 2022.

Expeditionsreisen erfordern eine gute gesundheitlichen Verfassung, da die Reisen in Gebiete abseits der Zivilisation führen. Falls Sie unter einer Krankheit oder einer körperlichen Beeinträchtigung leiden oder unter Medikation stehen, besprechen Sie Ihre geplante Reise
auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. An Bord des Expeditionsschiffes ist das medizinische Zentrum nur für die Versorgung und Behandlung einer leichteren vorübergehenden Krankheit oder eines Unfalls ausgestattet.

Beratung & Buchung

Unsere Kreuzfahrtspezialisten beraten Sie kompetent und mit erfrischender Leidenschaft. Sie profitieren von vielen Seemeilen Erfahrung und einem Rund-um-Service.

Tel. 044 277 52 00

BUCHUNGSFORMULAR

Gute Gründe für eine Kreuzfahrt mit Kuoni Cruises

  • Ihr Schweizer Kreuzfahrt-Spezialist seit über 40 Jahren
  • Tagesaktuelle Best-Preise garantiert
  • 365 Tage im Jahr erreichbar
  • Persönlicher Service und kompetente Beratung durch unsere Reiseexperten
  • Schiffsreisen mit Schweizer Reiseleitung und garantierte Abfahrten
  • Ihr Geld ist bei uns sicher – wir sind im Schweizer Reisegarantiefonds